Gesprächsgruppe Postpartale Depression

„Eigentlich sollte ich doch glücklich sein“

Manchmal stellt sich das Mutterglück nach der Geburt einfach nicht ein. All die Vorfreude und die schönen Vorstellungen sind der Traurigkeit und Hilflosigkeit gewichen. Schwierige Geburten und Startschwierigkeiten bei der Mutter-Kind-Bindung kommen viel häufiger vor als man denkt. Rund 15% aller Mütter sind von einer Postpartalen Depression betroffen. Viele Frauen leiden still und schämen sich ihrer Gefühle. Sich mit anderen betroffenen Frauen auszutauschen und Verständnis zu erhalten, kann in dieser Zeit eine grosse Unterstützung sein und helfen, Wege aus den verwirrenden Gefühlen zu finden.

Die Gruppe trifft sich 1x im Monat an einem Freitag von 9.30 bis 11 Uhr.

Daten: Voraussichtlich ab ende Juli

Unkostenbeitrag: Fr. 5.- pro Treffen

Organisatorin: Yvonne Lischer

Anmeldung und Abmeldung per E-Mail oder Whatsapp an: , oder 078 648 07 84

Wichtig: Zweck der Gruppe ist der Austausch von Betroffenen. Die Gruppe wird nicht durch eine Fachperson geleitet.

 

Meine Geschichte:
Nach der Geburt meines ersten Sohnes erlebte ich eine Achterbahn der Gefühle. Neben den Glücksgefühlen kamen immer häufiger auch Traurigkeit und Hilflosigkeit hinzu. Damals habe ich nicht verstanden was mit mir los war und ich schämte mich in meinem Umfeld darüber zu sprechen. Nach ca. 1 Jahr habe ich mich an eine Fachperson gewendet und über die Postpartale Depression erfahren. Ich war erleichtert zu hören, dass ich nicht „falsch“ bin. Was ich jedoch vergebens suchte, war ein zentraler Ort zum Austausch mit anderen betroffen. Für mich persönlich, waren vor allem offene Gespräche und entsprechende soziale Kontakte von bedeutender Hilfe. Aussprechen zu dürfen, was man wirklich fühlt, den Ballast loswerden ohne dafür kritische Blicke zu erhalten, hat mir viel Heilung gebracht. Darüber zu sprechen, kann einem auch zukünftig frühzeitige Hilfe ermöglichen. Vor etwas weniger als einem Jahr (es sind heute bereits 5 Jahre her seit der Diagnose), habe ich durch Zufall vom Verein Postpartale Depression und deren Angebote erfahren (Link zur Seite weiter unten). Der Verein bietet Information, Hilfe und vor allem Kontakte für betroffene. Genau, was ich damals gesucht hätte, mir jedoch niemand davon erzählte. Deshalb habe ich mich auch sofort beim Verein gemeldet und bin nun seit Herbst 2021 offiziell als Patin gelistet. Im November 2021 habe ich an einer Online-Fortbildung “Postpartale Depressionen Zur psychischen Gesundheit im Übergang zur Elternschaft” teilgenommen. Mit Start im Jahr 2022 möchte ich Mütter in der Region Rapperswil-Jona einen Ort zum Austausch mit anderen betroffenen Müttern bieten.

Weitere Information über Postpartale Depression finden Sie unter folgendem Link: www.postpartale-depression.ch